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Erika Rosa

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  • Ursprünglich aus der Ostschweiz, bin ich anfangs der sechziger Jahre mit meinem Mann nach Bern gezogen. Bis zur Geburt unseres zweiten Sohnes arbeitete ich in einer Innendekorations-Firma in Bern. Ausgebildet im KV, war ich Disponentin und Lehrlings-Ausbildnerin. Sehr gerne hätte ich eine Ausbildung Im Bereich Architektur oder Innendekoration gemacht. 1977 zogen wir nach Biel, wo ich eine Teilzeitarbeit im Kassenbüro eines Warenhauses annahm. Anfangs der neunziger Jahre «zwang» mich mein Mann zur Führung eines Cafés der Merkur-Gruppe an der Nidaugasse. Aus dem anfänglichen «Zwang» wurde eine Leidenschaft, sodass ich die Ausbildung für den Fähigkeitsausweis zur Führung eines Gastgewerbebetriebes machte. Leider verkaufte die Merkur-Gruppe den Betrieb nach einigen Jahren wieder. Einige Monate lang arbeitete ich noch als Ablösung von anderen Geschäftsführerinnen, dann beendete ich meine Wirtinnen-Zeit.

    Ab Mitte zwanzig konnte ich meine kreative Ader ausleben: Zwei italienische Freundinnen brachten mir die grosse Kunst des Häkelns bei. Jede Form der Verarbeitung von Wolle und Garn kamen später dazu: Sticken (Gobelins), Makramé und besonders Stricken. Vor knapp 30 Jahren sah ich an einer Kunstausstellung, dass man Glas auf verschiedene Weise bearbeiten kann. So wurde Glas-Fusing meine neue Leidenschaft: Ich konnte mein eigenes Atelier einrichten mit Ofen, Diamant-Säge, Diamant-Schleifmaschinen und Diamant-Bohrmaschine. An vielen Kunsthandwerker-Ausstellungen verkaufte ich meine Kreationen. Es ist eine sehr exklusive Leidenschaft, die ich leider jetzt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann.

    Ich bin sehr froh, dass wir mit der Wohn-Gemeinschaft eine zu uns passende Lebensform gefunden haben. Ich habe gesundheitliche Probleme und bin nicht ganz sicher auf den Beinen. In Jens im eigenen Haus ist das Leben immer anstrengender geworden. Die Söhne, Enkel und Urenkel können uns auch gut in der Stadt besuchen. Mein Mann ist noch stark beschäftigt und oft abwesend. Ich freue mich auf das Kennenlernen der verschiedenen Menschen und den guten Kontakt mit ihnen. Als Älteste in der Gemeinschaft bringe ich gerne meine Kreativität und Erfahrungen ein. Körperlich sind mir leider Grenzen gesetzt.